Die anderen 85.000 Unterschriften stammen von Menschen, die sich gegen sogenannte "Killerspiele" aussprechen. Das sind nach Definition des Aktionsbündnisses "Gewaltspiele gegen Menschen oder menschenähnliche Figuren". Diese sollen, so das Ziel der Aktion, komplett verboten werden. Das Aktionsbündnis setzte sich von Anfang an nicht nur gegen Waffen, sondern auch gegen derartige Spiele ein, was ihm die Kritik von Zockern und Mitgliedern der Gaming-Szene ebenso wie von einigen Wissenschaftlern eintrug. Einige - gerade Konservative - Experten und Politiker vermuten einen Zusammenhang zwischen gewaltbetonten Computerspielen und realer Gewalt, insbesondere Amokläufen. Dieser konnte allerdings bisher nicht schlüssig bewiesen werden.
Ob und in welcher Form die Bundesregierung auf die Unterschriften reagieren wird, ist bisher unklar. Spieleverbote waren in der Vergangenheit bereits mehrfach im Gespräch, scheiterten aber stets. Ähnlich erging es einer Gesetzesinitiative, die versuchte, die Sportart Paintball zu verbieten. Beim Paintball schießen die Spieler mit Farbkugeln aufeinander. |